Hans Leitgeb setzt mit seiner innovativen Werkstatt in der Garage ein Zeichen gegen den Trend: alles muss neu und noch größer, besser sein. Seit einem Jahr baut er alte Fahrräder zu komfortablen E-Bikes um.

Das Multitalent ist nicht das erste Mal selbständig: schon mit seinem Tonstudio, einem Radiosender und einer eigenen Musikschule hat er seine Vorstellungen erfolgreich verwirklicht. Hans meint: Wenn es vom Herzen, von innen kommt, dann soll man einfach starten. Sich  trauen. Treu nach dem Motto:

„Wenn I morgen stirb hab I 90 Ideen gehabt und die sind alle was worn“.

Auslöser für „rad & tat“ war die Schwiegermutter, der nach einem Bandscheibenvorfall das Rad-Fahren schwerer fiel. Da hat er einfach mal herumprobiert – es war der erste Akku, den er in einem Fahrrad eingebaut hat. Damals hat er noch lange gebraucht. Doch Dranbleiben, Ausprobieren und natürlich auch Erfahrung und technisches Verständnis haben rasch zum Erfolg geführt.  Heute braucht er für den Akkueinbau 4-5 Stunden, aber ein Fahrrad kommt nicht unter einen Tag aus seiner Werkstatt:

„Wenn ich ein Fahrrad an den Kunden zurückgebe, dann ist es rundum durchgecheckt und verkehrstauglich.“

Wenn Hans spricht, sprühen die Funken. Er liebt seine Kunden und die Herausforderung. Kein Rad ist wie das andere. Seine Werkstatt ist aber auch sein ZEN-Raum, hier kommt er zur inneren Ruhe. Das schönste für ihn:

„Ich mache den Leuten eine Freude – lässig wenn man so einen Job hat.“

Grundsätzlich kann man jedes Fahrrad zum E-Bike umbauen. Es gibt viele Möglichkeiten – besonders fasziniert hat uns die Variante, wo der Akku in einer vermeintlichen Trinkflasche versteckt ist. Doch nicht jede*s bekommt so einen. Bei der Wahl der (leider) in China produzierten Akkus und Motorlösung orientiert sich Hans daran:

  • Was braucht der Radler und
  • wie ist die Möglichkeit des Einbaus

„Ich will nicht an einen Anbieter gebunden sein. Ziel ist es das Beste für den Kunden zu finden, es geht nicht um die Marie, denn ‚Wenn du was mit dem Herzen machst, dann kommt die Marie von selbst‘.“

Das macht Hans . Rad + Tat anders:


  • Hans baut alle Teile selber ein und und zwar bei jedem Fahrrad, egal welcher Typ und Alter. Damit setzt er ein Zeichen gegen die Wegwerfgesellschaft.

  • Jeder Weg, der statt mit dem Auto mit dem E-Bike zurückgelegt wird, ist ein Beitrag zum Umweltschutz.

  • Für ältere Nutzer*innen ist das gewohnte Fahrrad ein Sicherheitsfaktor. Es ist vertraut. Mit dem Motor können sie auch bei nachlassender Fitness weiterhin mobil sein.

  • Hans arbeitet mit wenigen Lieferant*innen zusammen und schätzt vertrauensvolle Zusammenarbeit.

  • Work-Life-Balance ist im wichtig. Manchmal dauert es ein wenig, bis das Rad wirklich perfekt ist. Dass es mit viel Herzblut passiert, spürt man dann auch als Kunde.

www.hansradundtat.at