Schlösslpilze ist als typisch österreichisches Kellerunternehmen gegründet worden. Und ebendort – im uralten, tiefen Keller des Martinsschlössl in Donnerskirchen treffen wir die beiden Kindergartenfreunde Martin (sic!) und Maximilian. Vor circa 4 Jahren haben die beiden völlig unbedarft Pilz-Aufzucht-Experimente im Keller der Eltern gestartet. Legale Speisepilze versteht sich. Nach einem Jahr hatten sie so viele Pilze, dass Familie und Freunde sie nicht mehr „daessen“ haben. Bald haben die Pyzbuam den alten Weinkeller im Martinsschlössl angeboten bekommen und – nomen est omen – Schlösslpilze gegründet.

Auf die Idee kamen die beiden BOKU-Absolventen bei einem Kurs über nachhaltige Zukunftsernährung am Beispiel Pilz. Sie haben sofort Feuer gefangen und die großen Vorteile gesehen:

Die hochwertigen Austernpilze wachsen auf Kaffeesatz. Der ist regional über die Gastronomie in rauen Mengen vorhanden und schon sterilisiert. Dazu kommt noch Stroh, Kaffeehäutchen, Kalk und Myzel. Diese kommen in Säcke sind aus recyceltem Plastik, bisher haben sie noch keine brauchbare Alternative aus einem Naturmaterial gefunden.

Ein Sack wird in der Regel 2x händisch abgeerntet. Die Pilze machen keine Pause -geerntet wird 7 Tage die Woche. Wobei – ganz vorhersehbar wachsen die Schwammerl nicht. Was die fixe Abnahme von Gastronomiebetrieben nicht so ganz einfach macht.

Was bei Schlösslpilzen anders läuft:

  • Alle Teile der Austernpilze werden verwendet und z.B.  Pesto, Pulver, Antipasti und bald auch ein Pilz-Chutney hergestellt.

  • Regionale Kreisläufe und Kooperationen sind den beiden Pyzbuam wichtig. Dabei bleiben die Wege so kurz wie möglich und die Wertschöpfung in der Region.

  • Kreislaufwirtschaft wird groß geschrieben. So wird das Altsubstrat als Dünger auf den Weinfeldern verwertet. Es gibt auch Ideen in ferner Zukunft das CO2, dass die Pilze erzeugen für Pflanzenzucht zu nutzen und die Abwärme für Aquaponic Anlagen. Die Möglichkeiten gehen nicht aus!

 

 

schlösslpilze.at