Willkommen im Paradies, könnte am Eingang zum Friedrichshof stehen. Das Restaurant/ Hotel ist eingebettet in eine parkähnliche Anlage, die Wohnen, Kunstgenuss und diverse Freizeitaktivitäten ermöglicht.

Der Ort Friedrichshof ist natürlich nicht losgelöst von seiner Geschichte zu betrachten. 1989 wurde die Kommune rund um Otto Mühl aufgelöst und das gesamte Eigentum in eine Genossenschaft übergeführt. Mit Stichtag 1.1.1991 hat diese ihre Tätigkeit aufgenommen. Alle ehemaligen KommunardInnen haben gleiche Anteile an der Genossenschaft bekommen. Gitta Verlei und Peter Schär gehörten dazu und lenken noch heute die Geschäfte von Genossenschaft und Hotel/ Restaurant. 200 BewohnerInnen in Miet-und Eigentumswohnungen kommen in den Genuss der Idylle und haben den Friedrichshof zum Teil auch zum Mittelpunkt ihres künstlerischen und beruflichen Schaffens gemacht.

Beim ausgezeichneten Mittagessen beantworten Sie geduldig unsere Fragen nach der Kommunenzeit und dem Danach. Wir sind tief berührt von der Offenheit und dem Vertrauen. Die Konklusio: ein vorschnelles Urteil von außen macht es sich immer zu einfach. Die Aufarbeitung des Geschehenen ist ein langwieriger Weg, der mutig begangen wird. Hut ab.

Der Übergang von der Kommune zum erfolgreichen Betrieb mit rund 25 MitarbeiterInnen ist gelungen – so wurde 2001 ein als Seminarhotel eröffnet, das mittlerweile 33 Zimmer zählt. Im dazugehörigen Restaurant wird auf Haubenniveau, aber bodenständig gekocht. Uns fällt auf: zum Mittagstisch unter der Woche kommen die Leute aus dem Ort und der Umgebung.

Die Genossenschaft erscheint fast wie ein Familienunternehmen. Der Vorstand setzt sich aktiv für Verjüngung ein – ein Traineeprogramm „2. Generation“ wurde ins Leben gerufen und soll es den Kindern der ehemaligen KommunardInnen erleichtern, den Betrieb in die Zukunft zu führen.

Was am Friedrichshof anders ist:


  • Autos bleiben draußen. Das gesamte Gelände ist autofreie Zone. Die Wege zwischen Wohnungen, Natur-Schwimmteich, Arbeitsplatz, Galerie und Reitstall werden zu Fuß oder mit dem Fahrrad bestritten. Das macht ein wunderbar angenehmes Raumgefühl.

  • Der Friedrichshof ist autark in Wärme-, Wasser und Abwasserversorgung . Neben einem Hackschnitzelheizwerk sorgt eine Thermosolaranlage für warmes Wasser. Auch eine eigene Kläranlage und ein Tiefenbrunnen sind am Gelände vorhanden. Die Stromversorgung mit Photovoltaik ist geplant.

  • Die Seminarverpflegung ist Bio und Regional. Auch im Restaurant wird versucht, möglichst regional zu kochen. Je nach Saison gibt es z.B. Kooperationen mit ProduzentInnen wie Paradeiserkönig Stekovics oder Wein von den Pannobile Winzern.

www.hotel-friedrichshof.com